Healthy migrant effect

Der healthy migrant effect beschreibt das in vielen Einwanderungsländern beobachtete Paradoxon, dass Zuwanderinnen und Zuwanderer (→ Zuwanderung) trotz ihres im Durchschnitt schlechteren sozioökonomischen Status eine bessere Gesundheit bzw. eine niedrigere Sterblichkeit im Vergleich zur nicht zugewanderten Bevölkerung aufweisen. Aus sozialepidemiologischen Studien ist bekannt, dass ein niedriger sozioökonomischer Status normalerweise mit einer schlechteren Gesundheit und einer höheren Sterblichkeit einhergeht. Die niedrigere Sterblichkeit von Zugewanderten (→ Zugewanderte) wird mit Selektionseffekten erklärt: Vor allem junge und gesunde Menschen entscheiden sich für eine Migration. Mit steigender Aufenthaltsdauer im Zielland verschwindet dieser Sterblichkeitsvorteil oder kehrt sich sogar in eine höhere Sterblichkeit um. Hierfür werden in erster Linie die durchschnittlich schlechteren Lebens- und Arbeitsbedingungen verantwortlich gemacht.

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