Ausgeschöpftes Einbürgerungspotenzial

Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial (aEP) bezieht die Zahl der → Einbürgerungen innerhalb eines Jahres auf die Gesamtzahl der → Ausländerinnen und Ausländer, die sich zum 31.12. des Vorjahres mindestens zehn Jahre in Deutschland aufhalten. Bei ihnen geht man davon aus, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen. Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial kann für unterschiedliche regionale Einheiten, z. B. Bundesländer, oder für einzelne Herkunftsländer berechnet werden. Demgegenüber bezeichnet die Einbürgerungsquote bzw. Einbürgerungsrate die Zahl der Einbürgerungen bezogen auf alle Ausländerinnen und Ausländer im Land. Diese Quote wird häufig bei der Analyse des Einbürgerungsgeschehens im internationalen Vergleich herangezogen. Sie ist jedoch weniger aussagekräftig, da ein nicht unbeträchtlicher Teil der in einem Land lebenden Ausländerinnen und Ausländer für eine Einbürgerung (noch) nicht in Frage kommt.

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