Migration Hump

Gemäß der Theorie des sog. migration hump werden grenzüberschreitende Wanderungen aus Ländern erst wahrscheinlicher, wenn deren kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Jahr etwa 2.000 US-Dollar erreicht – ein Wert, der weit über dem Bruttoinlandsprodukt vieler armer Länder liegt. Internationale Wanderungen über längere Distanzen werden vermutlich sogar erst ab einer Wirtschaftsleistung von 3.000 bis 10.000 US-Dollar wahrscheinlicher. Damit widerlegt der migration hump die häufig vertretene Annahme, Migration sei zumeist eine Reaktion auf akute Armut. Zugleich hinterfragt die Theorie den ebenfalls häufig angenommenen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und sinkender Emigration: Der migration hump impliziert einen positiven Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung (zu der Entwicklungshilfe in armen Ländern beitragen kann) und Emigration. Allerdings wird auch dies in aktuellen Studien hinterfragt, die zu dem Ergebnis kommen, dass selbst in armen Ländern Einkommenssteigerung zu weniger Emigration führen kann (entsprechende Effekte fielen den Studien zufolge aber sehr moderat aus).

Datenschutz
Wir, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: