Raum für Entwicklung: Wohnen und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft

Jahresgutachten | Mai 2026

Wohnen gehört seit Jahren zu den zentralen gesellschaftspolitischen Themen. Für Migrantinnen und Migranten ist der Zugang zu Wohnraum besonders herausfordernd. Gleichzeitig ist Wohnen mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Die Wohnsituation beeinflusst Integration und Teilhabe wie den Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt und das soziale Miteinander. Auch für die Gewinnung von Fachkräften spielt bezahlbarer Wohnraum eine Rolle.

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) hat deshalb in seinem Jahresgutachten 2026 „Raum für Entwicklung: Wohnen und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft“ untersucht: Wie wohnen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund? Wie wirkt sich die Wohnsituation auf den Zugang zu Arbeitsmarkt und Bildung und auf das soziale Miteinander aus? Und welche Handlungsempfehlungen lassen sich daraus für die Migrations-, Integrations- und Wohnungspolitik ableiten?

Ein Video-Statement von Prof. Kluth und Prof. Glorius finden Sie unter diesem Link.

Stellungnahme zum Saarländischen Integrations- und Teilhabegesetz

Stellungnahme | April 2026

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) wurde eingeladen, zum Gesetzentwurf zur Förderung von Integration und Teilhabe im Saarland (Saarländisches Integrations- und Teilhabegesetz – InTG SL) eine Stellungnahme abzugeben. Der SVR begrüßt das Vorhaben ausdrücklich. Der vorgelegte Gesetzesentwurf verankert ein auf Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgerichtetes Verständnis von Integration und unterstreicht die Potenziale von Zuwanderung und Vielfalt.

In seiner Stellungnahme empfiehlt der SVR, das Gesetz konkreter mit einem Förderbudget zu verknüpfen. Die Hinterlegung mit finanziellen Mitteln würde die Verbindlichkeit der im Gesetz festgeschriebenen Regelungen stärken und integrationspolitische Strukturen vor Ort dauerhaft sichern. Der Entwurf bekennt sich zu dem Anliegen, Integration als Querschnittsaufgabe zu verankern. Der SVR regt an, Vorgaben für eine stärkere ressortübergreifende Abstimmung in integrationsrelevanten Fragen zu integrieren, um dieses Ziel zu konkretisieren.

Jung und gesund – alt und krank? Wie Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ihre Gesundheit einschätzen

Kurzinformation | März 2026

Fühlen sich jüngere Zugewanderte gesünder als ältere? Und wie beurteilen im Vergleich dazu Menschen ohne Migrationshintergrund ihren Gesundheitszustand? Was sind mögliche Gründe für unterschiedliche Einschätzungen?

Der wissenschaftliche Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) hat hierzu Daten aus dem SVR-Integrationsbarometer 2024 ausgewertet und die Ergebnisse in der Kurzinformation „Jung und gesund – alt und krank? Wie Menschen mit Migrationshintergrund ihre Gesundheit einschätzen“ veröffentlicht.

Integration in der Freien und Hansestadt Hamburg. Sonderauswertung des SVR-Integrationsbarometers 2024

Expertise | Dezember 2025

Im Rahmen einer Sonderauswertung des SVR-Integrationsbarometers 2024 hat der wissenschaftliche Stab des SVR den Stand der Integration in Hamburg untersucht. Es handelt sich bereits um die vierte Analyse dieser Art und ermöglicht damit einen Vergleich der Ergebnisse über mehrere Zeitpunkte hinweg. Insgesamt zeigt sich für Hamburg dabei ein mehrheitlich positives Bild: Das Integrationsklima wird positiv bewertet und die Mehrheit der Befragten fühlt sich Deutschland und Hamburg zugehörig. Der Arbeitsplatz ist nach wie vor zentral für den Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Defizite bestehen im Bereich der nicht elektoralen politischen Partizipation, denn Zugewanderte und ihre Nachkommen sind in Hamburg deutlich seltener politisch aktiv als Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte. Zudem ist das Vertrauen in Institutionen wie Bezirksverwaltung, Polizei oder Bildungswesen bei beiden Gruppen tendenziell zurückgegangen.

Die Expertise wurde im Auftrag der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg erstellt.

Integration in der Freien und Hansestadt Hamburg. Sonderauswertung des SVR-Integrationsbarometers 2022

Expertise | Dezember 2025

Im Rahmen einer Sonderauswertung des SVR-Integrationsbarometers 2022 hat der wissenschaftliche Stab des SVR den Stand der Integration in Hamburg untersucht. Es handelt sich bereits um die dritte Analyse dieser Art und erlaubt damit einen Vergleich der Ergebnisse zwischen mehreren Zeitpunkten. Insgesamt zeigt sich für Hamburg dabei ein überwiegend positives Bild: Das Integrationsklima wird etwas positiver bewertet als in den vergangenen Jahren und die Mehrheit der Befragten fühlt sich Deutschland und Hamburg zugehörig. Der Arbeitsplatz ist zentral für die Integration und die Kontakthäufigkeit zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte ist dort deutlich höher als im Jahr 2020. Die politische Teilhabe der Befragten mit Migrationshintergrund in Hamburg hat im Vergleich zum Integrationsbarometer 2020 um 3 Prozentpunkte zugenommen.

Die Expertise wurde im Auftrag der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg erstellt.

Fakten zur Einwanderung in Deutschland (aktualisierte Fassung)

Kurz & bündig | Dezember 2025

In der aktuellen Debatte um Zuwanderung werden validierte Informationen benötigt. Diese bietet das aktualisierte Faktenpapier des Sachverständigenrats für Integration und Migration. Darin finden Sie die wichtigsten Informationen und Zahlen zur Zusammensetzung der Bevölkerung, der Zuwanderung (inkl. Arbeitsmigration und Asyl) sowie zu Qualifikation und Erwerbstätigkeit von Zuwanderinnen und Zuwanderern.

Bildung als Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe – Impulse für ein chancengerechtes Bildungssystem

Positionspapier | November 2025

Nach wie vor ist der Bildungserfolg in Deutschland stark abhängig von der sozialen Herkunft und den damit verbundenen finanziellen Ressourcen sowie dem Bildungshintergrund der Familien. Dabei ist Bildung ist nicht nur ein Menschenrecht, das für alle in Deutschland lebenden Personen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus gilt, sondern Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Teilhabe. Da Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund überproportional häufig in einkommensschwachen Familien leben, sind sie besonders benachteiligt. Das gilt vor allem für neuzugewanderte Kinder mit geringen Deutschkenntnissen und für jene mit Fluchtbiografie.

In dem SVR-Positionspapier sind Wege zu einer chancengerechteren Bildung für alle beschrieben. Eine Empfehlung lautet, möglichst früh in den Zugang zu Bildung und in Sprachförderung zu investieren und Zugangshürden abzubauen.

Eine Frage des Vertrauens: Warum die Bundeswehr mehr Menschen mit Migrationshintergrund braucht

Policy Brief | Oktober 2025

Die veränderte geopolitische Lage erhöht die sicherheitspolitische Bedeutung der Bundeswehr. Um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, muss sie die Truppenstärke deutlich erhöhen. Doch wie sehr vertrauen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund der Bundeswehr? Hierzu hat der wissenschaftliche Stab des SVR in seinem Policy Brief Daten des Integrationsbarometers 2024 ausgewertet, in dem erstmals das Vertrauen in die Bundeswehr untersucht wurde.

Die Daten zeigen: Rund acht von zehn Befragten mit Migrationshintergrund geben an, der Bundeswehr „voll und ganz“ oder „eher“ zu vertrauen (77 Prozent). Dies gilt besonders für die Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund sagen dies nur 68 Prozent.

Integrationsvereinbarungen auf dem Prüfstand

Kurzinformation | Oktober 2025

Die Bundesregierung will Integrationsprozesse verbindlicher gestalten und verpflichtende Integrationsvereinbarungen einführen – so steht es im Koalitionsvertrag. Diese Vereinbarungen sollen künftig die Rechte und Pflichten von Zugewanderten definieren. Unter welchen Bedingungen können Integrationsvereinbarungen Integration tatsächlich wirksam unterstützen und wie wird dieses Instrument in europäischen Nachbarländern bereits eingesetzt?

Der wissenschaftliche Stab des SVR gibt in seiner Kurzinformation „Integrationsvereinbarungen auf dem Prüfstand – Rahmenbedingungen und Ressourceneinsatz sind entscheidend“ einen Überblick.

Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten

Stellungnahme | Oktober 2025

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) wurde vom Innenausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen, anlässlich einer Anhörung am 6. Oktober 2025 zum Entwurf eines Gesetzes zur Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten durch Rechtsverordnung Stellung zu nehmen.

Mit dem Gesetzentwurf will die schwarz-rote Regierungskoalition die Einstufung bestimmter Länder als sicher vereinfachen. Konkret bedeutet dies, dass sie künftig durch eine Rechtsverordnung der Bundesregierung (und das heißt ohne Zustimmung des Bundesrats) möglich sein soll. Zum anderen soll die Regelung, dass in Verfahren über Abschiebehaft oder Ausreisegewahrsam zwingend ein Rechtsbeistand bestellt werden muss, wieder abgeschafft werden.

Die Stellungnahme des SVR beschränkt sich auf ausgewählte Aspekte des erstgenannten Vorhabens. Dabei unterstützt der SVR grundsätzlich die Idee, mit dem Instrument der sicheren Herkunftsländer die Asylmigration von anderen Zuwanderungsmöglichkeiten zu entkoppeln. Der gewählte Weg, die Listenerweiterung über eine Rechtsverordnung zu organisieren, ist allerdings verfassungsrechtlich nicht risikolos und erhöht die Komplexität des Rechts. Zugleich mahnt der SVR mehr Transparenz über die Kriterien zur Einstufung an und empfiehlt, auch am Ziel einer verbindlichen gemeinsamen europäischen Liste sicherer Herkunftsstaaten festzuhalten.

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Wir, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
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