Trapped Populations

Der Begriff trapped populations (zu Deutsch ‚gefangene Bevölkerungsgruppen‘) umschreibt im wissenschaftlichen und politischen Diskurs über → klimawandelbedingte Migration eine Problemstellung, die seit den 2010er Jahren verstärkt in den Blick rückt. In bestimmten Konstellationen ist Migration zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels notwendig, aber nicht möglich. Dahinter steht z. B. folgendes Dilemma: Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen mit einer bereits geringen Ressourcen- bzw. Finanzausstattung sind von den Folgen des Klimawandels häufig besonders stark betroffen. Zugleich brechen ihnen durch klimawandelbedingte Umweltveränderungen unter Umständen die letzten finanziellen Einnahmen weg, die für eine Migration erforderlich wären; z. B. infolge von Ernteausfällen und weil ihr Land an Wert verliert und daher auch nicht einfach verkauft werden kann. Sie gelten daher als ‚gefangen‘ (trapped). Für betroffene Bevölkerungsgruppen ist Migration als potenzielle Anpassungsstrategie an den Klimawandel keine Option.

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