Überlebensmigration

Der Begriff Überlebensmigration (survival migration) bezieht sich auf Wanderungen und Mobilitätsformen über meist kurze Distanzen, die häufig plötzlich (z. B. in Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse) erforderlich werden und mit denen Menschen versuchen, sich aus einer akut lebensbedrohlichen Situation zu befreien. Es handelt sich nicht um einen Rechtsbegriff. Eingeführt wurde der Begriff 2010 von dem Politikwissenschaftler Alexander Betts, um auf die Situation von Menschen aufmerksam zu machen, die sich aufgrund fundamentaler Bedrohungen ihrer Menschenrechte in einem anderen Land befinden, deren Situation jedoch außerhalb des Definitionsbereichs der → Genfer Flüchtlingskonvention liegt. In Diskursen über klimawandelbedingte Migration wird der Begriff häufig auch auf → Binnenflüchtlinge bezogen.

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