Subjektiver Gesundheitszustand und Lebenszufriedenheit. Ergebnisse des SVR-Integrationsbarometers 2024 (Januar 2026 – Juni 2026)
Die Forschung zu Migration und Gesundheit beschreibt ein scheinbares Paradoxon: Menschen mit eigener Migrationserfahrung sind bei ihrer Ankunft häufig gesünder als die Bevölkerung im Aufnahmeland (Healthy Immigrant Effect), verlieren diesen Vorteil jedoch im Zeitverlauf. Erklärungsansätze verweisen auf die kumulierten Auswirkungen sozialer, wirtschaftlicher und struktureller Benachteiligung (Immigrant Disadvantage Hypothesis). Gesundheit und Lebenszufriedenheit von Menschen mit Migrationsgeschichte stehen daher in engem Zusammenhang mit sozialen Determinanten, Diskriminierungserfahrungen und strukturellen Ungleichheiten.
Das Projekt nutzt die Daten des SVR-Integrationsbarometers 2024, um den subjektiven Gesundheitszustand und die Lebenszufriedenheit differenziert nach Migrationsbiografien zu analysieren. Dabei werden sowohl soziodemografische als auch migrationsbezogene Merkmale wie Aufenthaltsdauer, Aufenthaltsstatus, Sprachkenntnisse, Zugehörigkeitsgefühl und wahrgenommene Diskriminierung berücksichtigt. Ziel ist es, gesundheitliche Ungleichheiten präziser zu erfassen und besser zu verstehen, wie Gesundheit und Lebenszufriedenheit mit gesellschaftlicher Teilhabe zusammenhängen.
Ansprechperson
Maximilian Müller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: 030. 288 86 59 – 14
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