Selbstbestätigungsintervention

Hinter der Intervention (engl. Self-affirmation) steht die theoretische Annahme, dass Menschen immer nach Selbstintegrität streben, also danach, dass sie von sich selbst und von anderen als integer, konsistent und der Situation gewachsen wahrgenommen werden. → Stereotype Bedrohung führt dazu, dass dieser Aspekt der eigenen Identität infrage gestellt wird und Menschen in einer solchen Stresssituation versuchen, ihre Selbstintegrität wieder zu verbessern, z. B. durch Abwertung anderer. Mit der Selbstbestätigungsintervention wird ein anderer Weg beschritten und Menschen werden dazu ermutigt, sich mit positiven Facetten des Selbst zu beschäftigen. Hierzu gehört beispielsweise die Einsicht, dass man eine unterstützende Familie hat oder gerne Musik spielt. Die Intervention wurde bislang vor allem in Form einer kreativen Schreibübung im Schulkontext umgesetzt mit dem Ziel, Schulleistungen von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Interventionen nach der Selbstbestätigungstheorie haben sich jedoch auch in anderen Bereichen als wirksam erwiesen, so im Gesundheitsbereich oder bei Konflikten zwischen sozialen Gruppen. Die Theorie wurde 1988 erstmalig durch den Sozialpsychologen Claude Steele geprägt.

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