Integrationsbarometer

Repräsentative Befragung zum Integrationsklima in Deutschland

Barometer mit Grafiken

Das Integrationsbarometer ist eine repräsentative Bevölkerungsumfrage unter Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland. Es misst das Integrationsklima in der Einwanderungsgesellschaft und erhebt Einschätzungen und Erwartungen der Bevölkerung mit Blick auf Integration und Migration sowie auf Integrations- und Migrationspolitik.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Barometers ist, dass es die Sichtweisen und Bewertungen auf beiden Seiten der Einwanderungsgesellschaft misst. Es ergänzt somit Statistiken, die nur die Mehrheitsbevölkerung oder nur die Zuwandererbevölkerung in den Blick nehmen bzw. ausschließlich auf strukturellen Indikatoren beruhen (z. B. Integration in den Arbeitsmarkt). Eine Stärke ist der hohe Anteil an Befragten mit Migrationshintergrund (über 70 %). Damit ist das Integrationsbarometer eine der größten repräsentativen Zuwandererbefragungen in Deutschland. Dies ermöglicht detaillierte Analysen innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, z. B. nach Herkunftsgruppe oder sozialem Status. Bei der Auswertung wird durch Gewichtungsfaktoren gewährleistet, dass die tatsächlichen Bevölkerungsanteile von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund entsprechend widergespiegelt werden. Dadurch ist eine repräsentative Gesamtauswertung sichergestellt.

Für das Integrationsbarometer werden alle zwei Jahre über 5.000 Personen in einem wissenschaftlichen Verfahren nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und telefonisch befragt. Für die Jahresgutachten 2011 und 2013 wurde in verringertem Umfang ein Migrationsbarometer zu migrationspolitischen Fragestellungen durchgeführt.


 

 

Integrationsbarometer 2016

Für das Integrationsbarometer 2016 wurden erneut Einschätzungen zum Integrationsklima in Deutschland erhoben. Darüber hinaus wurde auch ermittelt, welchen Stellenwert einzelne Kriterien wie etwa die Geburt in Deutschland oder die deutsche Staatsangehörigkeit für die Zugehörigkeit zur Gesellschaft in Deutschland haben. Weitere Inhalte des Integrationsbarometers 2016 sind z. B. die Akzeptanz religiöser Vielfalt in Deutschland und Fragen zum Thema Flucht und Asyl.

Das SVR-Integrationsbarometer belegt, dass das Integrationsklima in Deutschland anhaltend stabil ist. Dabei wird deutlich: Je häufiger soziale Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sind, desto besser wird das Integrationsklima bewertet. Deutlich wird auch, dass die Mehrheit der Befragten ausschließende Kriterien wie Geburt im Land oder Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit als Kriterium für Zugehörigkeit ablehnt. Als wichtig für die Zugehörigkeit wird hingegen Erwerbstätigkeit angesehen. Bei der Akzeptanz des Islam zeigt sich ein ambivalentes Bild: Zwar gibt es hohe Zustimmung zur Einführung eines islamischem Religionsunterrichts an staatlichen Schulen; die Aussage, dass der Islam ein Teil Deutschlands ist, wird dagegen mehrheitlich abgelehnt.

Die telefonische Befragung von rund 5.400 Personen mit und ohne Migrationshintergrund wurde bundesweit durchgeführt. Das Integrationsbarometer 2016 ist repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund sowie für die einzelnen Herkunftsgruppen.

PUBLIKATIONEN

Handout: Ergebnisse des Integrationsbarometers 2016 

Integrationsbarometer 2016 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2016)

Methodenbericht zum Integrationsbarometer 2016

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Integrationsbarometer 2014

Für das Integrationsbarometer 2014 wurden Einschätzungen und Bewertungen u.a. zum Integrationsklima in Deutschland, zur interkulturellen Öffnung im öffentlichen Dienst und zu Diskriminierungserfahrungen erhoben. Erstmals wurde im Rahmen des Integrationsbarometers nach Einstellungen zur institutionellen Gleichstellung des Islam und zu religiöser Vielfalt gefragt. Die telefonische Befragung von rund 5.660 Personen mit und ohne Migrationshintergrund wurde in den Regionen Rhein-Ruhr, Stuttgart, Rhein-Main, Berlin-Brandenburg und Halle-Leipzig durchgeführt. Das Integrationsbarometer 2014 ist repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den genannten Regionen.

Das SVR-Integrationsbarometer zeigt weiterhin ein pragmatisch-positives Integrationsklima. Ein weiteres Ergebnis: Die Befragten befürworteten mehrheitlich eine Gleichbehandlung von Christentum und Islam. Einer Sonderbehandlung wie die Befreiung vom Sport- bzw. Schwimmunterricht aus religiösen Gründen begegneten sie aber mit Skepsis.

PUBLIKATIONEN

Integrationsbarometer 2014 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2014)

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WEITERE INFORMATIONEN

Jahresgutachten 2014


 

Migrationsbarometer 2013

Das Migrationsbarometer 2013 hat Einschätzungen und Bewertungen zur EU-Freizügigkeit, zur Identifikation mit Europa und zur Solidarität in Europa ermittelt und wurde für das Jahresgutachten 2013 erhoben. Gefragt wurde auch nach dem eigenen Mobilitätsverhalten innerhalb der EU. Für das Migrationsbarometer 2013 wurden in Deutschland über 2.200 Personen mit und ohne Migrationshintergrund telefonisch befragt. Die Befragung fand in den Regionen Rhein-Ruhr, Stuttgart, Rhein-Main, Berlin-Brandenburg und Halle-Leipzig statt. Das Migrationsbarometer 2013 ist repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den genannten Regionen.

Eines der Ergebnisse: Das Migrationsbarometer zeigt eine ausgeprägte Bereitschaft zur Solidarität in Europa. Über 70 Prozent aller Befragten finden es richtig, dass neuzugewanderte Unionsbürger, die in Deutschland arbeitslos werden, Sozialleistungen erhalten.

PUBLIKATIONEN

Migrationsbarometer 2013 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2013)

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WEITERE INFORMATIONEN

Jahresgutachten 2013


 

Integrationsbarometer 2012

Für das Integrationsbarometer 2012 wurden das Integrationsklima in Deutschland sowie Einschätzungen und Bewertungen zur Integration am Wohnort erhoben. Gefragt wurde auch nach der Einschätzung von Integrationspolitik und dem integrationspolitischen Engagement von Politikern in Bund, Ländern und Kommunen. Hierfür wurden über 9.200 Personen mit und ohne Migrationshintergrund telefonisch befragt. Die Befragung wurde in den Regionen Rhein-Ruhr, Stuttgart, Rhein-Main, Berlin-Brandenburg und Halle-Leipzig durchgeführt. Die Ergebnisse des Integrationsbarometers 2012 sind repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den genannten Regionen.

Das Integrationsbarometer 2012 ermittelte ein weitgehend stabiles, anhaltend freundliches Integrationsklima. Die im Jahr 2011 durchgeführte Befragung zeigte jedoch auch, dass über die Hälfte der Befragten mit wie ohne Migrationshintergrund finden, dass die Debatte über Integration „eher“ oder „viel zu negativ“ geführt werde.

PUBLIKATIONEN

Integrationsbarometer 2012 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2012)

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WEITERE INFORMATIONEN

Jahresgutachten 2012


 

Migrationsbarometer 2011

Für das Migrationsbarometer 2011 wurde nach Kenntnis, Einstellungen und Bewertungen zu Migration und Migrationspolitik gefragt sowie nach Einschätzungen und Bewertungen zur Zu- und Abwanderung in Deutschland. Zudem wurde das gewünschte Maß der Einwanderung nach unterschiedlichen Zuwanderungsgruppen (z. B. Flüchtlinge, Hochqualifizierte) erfragt. Das Migrationsbarometer wurde für das Jahresgutachten 2011 erhoben. Es wurden über 2.450 Personen mit und ohne Migrationshintergrund telefonisch interviewt. Die Befragung fand in den Regionen Rhein-Ruhr, Stuttgart und Rhein-Main sowie Berlin statt. Das Migrationsbarometer 2011 ist repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den genannten Regionen.

Eines der zentralen Ergebnisse: eine klare Mehrheit von rund 60 Prozent der Befragten mit und ohne Migrationshintergrund befürwortet eine stärkere Zuwanderung von Hochqualifizierten. Zudem sprechen sich 48,5 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund und 40,9 Prozent der Zuwandererbevölkerung für eine verstärkte Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden aus.

PUBLIKATIONEN

Migrationsbarometer 20 11 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2011)
Zusammenfassung der Ergebnisse des Migrationsbarometers 2011

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WEITERE INFORMATIONEN

Jahresgutachten 2011


 

Integrationsbarometer 2010

Für das Integrationsbarometer 2010 wurde erstmals das Integrationsklima in Deutschland auf beiden Seiten der Einwanderungsgesellschaft gemessen. Gefragt wurde auch nach Einschätzungen zur beiderseitigen Integrationsbereitschaft und zu gegenseitigen Erwartungen. Zudem erfasst das Integrationsbarometer Einschätzungen und Bewertungen zur Integrationspolitik. Es wurden über 5.600 Personen mit und ohne Migrationshintergrund telefonisch befragt. Die Befragung wurde in den Regionen Rhein-Ruhr, Stuttgart und Rhein-Main durchgeführt. Die Ergebnisse des Integrationsbarometers 2010 sind repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den genannten Regionen.

Das Integrationsbarometer belegt, dass die Integration in Deutschland viel besser ist als ihr Ruf. Die Mehrheit der Befragten bewertet die Entwicklung der Integration in Deutschland positiv. Die Ergebnisse zeigen einen „pragmatischen Integrationsoptimismus“ sowie ein „belastbares gegenseitiges Grundvertrauen“ in der Einwanderungsgesellschaft. Im Rahmen des Integrationsbarometers wurde auch nach dem Ausmaß der individuell erlebten Benachteiligungserfahrungen beispielsweise in Schule und am Arbeitsplatz gefragt. Insgesamt ist das Diskriminierungsniveau zwar vergleichsweise niedrig, dennoch besteht hier Handlungsbedarf beim Abbau von Ungleichbehandlung.

PUBLIKATIONEN

Integrationsbarometer 2010 (Auszug aus dem Jahresgutachten Jahr 2010)
Zusammenfassung der Ergebnisse des Integrationsbarometers 2010

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WEITERE INFORMATIONEN

Jahresgutachten 2010