Expertenworkshop zur langfristigen Bindung zugewanderter Arbeits- und Fachkräfte

Berlin, 28. Mai 2026

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Heute hier, morgen dort? Regionale Handlungsansätze zur langfristigen Bindung zugewanderter Arbeits- und Fachkräfte“ luden Projektleiterin Julia Schumann und Dr. Jan Schneider, Leiter des Forschungsbereichs, zu einem Workshop in die Geschäftsstelle des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) ein. Es nahmen 22 Expertinnen und Experten aus fünf Bundesländern teil. Vertreten waren Akteurinnen und Akteure aus Verwaltungen, Stiftungen, Migrantenorganisationen, Unternehmen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen, die sich mit Strategien zur Bindung zugewanderter Arbeits- und Fachkräfte beschäftigen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die spezifischen kommunalen Ausgangsbedingungen ländlicher Regionen, die Auswahl der Modellregion sowie die Konzeption der dort geplanten Dialogforen. Übereinstimmend wurde festgehalten, dass der Aspekt der sozialen Einbindung eine besonders wichtige Rolle in der langfristigen Bindung zugewanderter Arbeits- und Fachkräfte spielt und dass diesbezüglich insbesondere die Perspektiven von Zugewanderten im weiteren Forschungsprozess berücksichtigt werden müssen.

Die vielfältigen Anregungen, Erfahrungen und fachlichen Perspektiven der Teilnehmenden liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Projekts und die bevorstehende Praxisphase. Das Projektteam der SVR-Geschäftsstelle bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für den engagierten Austausch.

Ziel des von der Mercator Stiftung geförderten Projekts ist die Untersuchung regionaler Faktoren, die entscheidend für eine langfristige Bleibeorientierung in ländlichen Regionen sind und zu verstehen wie Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam wirksame Bleibestrategien entwickeln können. Die Basis dafür bietet eine systematische Auswertung regionaler Ausgangslagen in Deutschland. In zwei ausgewählten Modellregionen sollen diese Erkenntnisse anschließend in Dialogforen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie ergänzenden Interviews mit Zugewanderten validiert und zu praxisnahen Konzepten weiterentwickelt werden.

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