Rückkehrpolitik in Deutschland: Konzeption und Umsetzung der Aufenthaltsbeendigung (Februar 2016 – März 2017)

Aufgrund der in den letzten Jahren massiv gestiegenen Zahl von Flüchtlingen in Deutschland steigt auch die absolute Zahl ausreisepflichtiger Personen, die Deutschland wieder verlassen müssen. Es zeichnet sich deshalb ab, dass die Ausländerbehörden in den nächsten Jahren vermehrt mit der Organisation und dem Vollzug von Ausreisen konfrontiert sein werden – sei es durch Abschiebungen oder durch die Förderung selbstständiger Ausreisen.

Ziel des Projektes war es, die unterschiedlichen Herangehensweisen im Bereich der Aufenthaltsbeendigung exemplarisch auf Ebene dreier Länder aufzuarbeiten und deren Umsetzung durch die Ausländerbehörden zu untersuchen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Frage, welcher Stellenwert jeweils der selbstständigen Ausreise bzw. der Abschiebung zukommt und wie beide Möglichkeiten in die konkrete Politik der Aufenthaltsbeendigung einfließen sollen – etwa als Strategie von Bund und Ländern oder in der praktischen Umsetzung durch die Ausländerbehörden in den Kommunen, Landkreisen oder kreisfreien Städten. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der sog. freiwilligen Ausreise, die gemeinhin als ‚humanere‘ und kostengünstigere Variante der Rückkehr gilt. Die Studie soll damit auch zur Versachlichung der öffentlichen Debatte beitragen.

Das Forschungsprojekt wurde von der Stiftung Mercator gefördert. Die Studie wurde Ende März 2017 veröffentlicht.

Publikationen


Studie

Rückkehrpolitik in Deutschland. Wege zur Stärkung der geförderten Ausreise


Weitere Beiträge

Hans Vorländer zu Änderungen des Staatsangehörigkeitsgesetzes auf RLS Fachtagung

Weiterlesen

Klagen gegen Einbürgerungsbehörden: Abhandlung von Jan Schneider in der ZAR

Weiterlesen

Beitrag von Holger Kolb im Informationsbrief Ausländerrecht

Weiterlesen