Solidarität in der Aufnahmegesellschaft: Wahrnehmung Geflüchteter und Determinanten für Engagement und Hilfsbereitschaft (November 2022 – Mai 2024)

Das Forschungsprojekt des wissenschaftlichen Stabs des SVR steht im Kontext der jüngeren Fluchtbewegungen nach Deutschland. Es soll die Sichtweise der (‚aufnehmenden‘) Bevölkerung thematisieren und dabei insbesondere die Bereitschaft zur Unterstützung sowie die zugrundeliegenden Motive für Engagement untersuchen. Zum einen ist dabei von Interesse, inwieweit verschiedene Motivationen zur Freiwilligenarbeit mit der Hilfsbereitschaft für Geflüchtete (aus der Ukraine) in Zusammenhang stehen. Zum anderen soll untersucht werden, inwieweit sich die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine von der Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen aus anderen, kulturell wie geografisch ferneren Gegenden der Welt, z. B. Syrien oder Nigeria, unterscheidet.

Auf Basis eines Online-Surveys der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland mit mehreren Befragungszeitpunkten sollen neue Befunde zu Einstellungen und zum Engagement einer ‚Aufnahmebevölkerung‘ gewonnen werden. Ziel ist die Ableitung von Strategien und konkreten Ansätzen, mit denen Akteurinnen und Akteure der Integrationspolitik das Engagement der Zivilgesellschaft fördern und diese dabei besser unterstützen können, Solidarität mit Geflüchteten aufrecht zu erhalten.

Das Projekt läuft bis zum ersten Quartal 2024. Ein erster Policy Brief wurde im Juli 2023 veröffentlicht, eine weitere Publikation ist für 2024 vorgesehen. Das Forschungsprojekt wird von der Stiftung Mercator gefördert.


Policy Brief

Selektive Solidarität: Wovon Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen abhängt


Ansprechpersonen
Dr. Nora Storz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel. 030.2888659 – 26
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Alex Wittlif
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel. 030.2888659 – 31
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