Karoline Popp und Marie Walter-Franke auf Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung
Hildesheim, 28. – 30. September
Karoline Popp und Dr. Marie Walter-Franke, Mitarbeiterinnen im wissenschaftlichen Stab des SVR, beteiligten sich an der sechsten Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung.
Auf Einladung des Refugee Advisory Boards (RAB) Germany nahm Karoline Popp an der Podiumsdiskussion “The Refugee Advisory Board Germany: From participation to equal partnership in political decision-making?” teil. Sie gab Einblicke in die Forschung des wissenschaftlichen Stabs zur afghanischen und syrischen Diaspora in Deutschland. Anschließend diskutierte sie mit Vertreterinnen des RAB Germany, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit sowie mit den anwesenden Forscherinnen und Forschern über die Teilhabe und den Beitrag von Geflüchteten in politischen Debatten und Entscheidungsprozessen.
Dr. Walter-Franke stellte zudem Zwischenergebnisse aus dem von der Stiftung Mercator geförderten Projekt „Einbürgerung als ‚Integrationsbooster‘ für Geflüchtete“ vor. Im Mittelpunkt ihres Vortrags standen die Erfahrungen der befragten Geflüchteten mit administrativen Belastungen sowie Erkenntnisse aus der Forschung zu Staatsangehörigkeitsbehörden. Der Vortrag fand im Rahmen des interdisziplinären Panels „Negotiating Membership: Citizenship, Regularisation, and the Boundaries of Legal Inclusion“ statt.
Auf Einladung des Arbeitskreises Europa des Netzwerks Fluchtforschung moderierte Dr. Walter-Franke außerdem einen Roundtable zur Frage „Umsetzung des reformierten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems: Wie sieht die Zukunft der Asylpolitik in der EU aus?“. Die Diskussionsteilnehmenden Marcus Engler (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung), Paula Hoffmeyer-Zlotnik (Sciences Po Paris), Bernd Parusel (Swedish Institute for European Policy Studies), Daniele Saracino (Bonn International Centre for Conflict Studies) und Natascha Zaun (Leuphana Universität Lüneburg) beleuchteten den Stand der Umsetzung des reformierten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems in verschiedenen Mitgliedstaaten. Darüber hinaus diskutierten sie die Veränderungen der Rolle und der politischen Ausrichtung der EU-Institutionen im Bereich der Asylpolitik.
Schließlich moderierte Dr. Walter-Franke die wissenschaftliche Paneldiskussion „From Emergency Solidarity to Protracted Displacement: Ukrainian Experiences across Europe“. Im Panel wurden Forschungsarbeiten zu zivilgesellschaftlichen Organisationen vorgestellt, die sich zwischen 2022 und 2025 in der Flüchtlingshilfe in Deutschland engagierten. Außerdem standen die Rückkehr- und Bleibeabsichten ukrainischer Frauen in Deutschland im Mittelpunkt der Diskussion.
Die Konferenz wurde unter anderem von SVR-Mitglied Prof. Dr. Hannes Schammann mitorganisiert. Unter dem Titel „Entsolidarisierung? Flucht, Schutz und Teilhabe in einer Welt ohne Ordnung“ tauschten sich Forschende aus dem deutschsprachigen Raum und der internationalen Forschungslandschaft über aktuelle Fragen und Forschungsergebnisse zu Flucht und Fluchtforschung aus. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nahmen auch Praktikerinnen und Praktiker sowie Personen mit eigener Fluchterfahrung teil.



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